Am Martinimarkt-Wochenende ruhte für den TV Roßtal in der Landesliga Nord der Ball. Nach dieser kurzen Pause geht die „Erschde“ gegen die SG Regensburg am Samstag zur gewohnten Zeit um 19:30 Uhr in ihr viertes Heimspiel. Die Oberpfälzer zählen zum erweiterten Favoritenkreis und stehen nach zuletzt drei Siegen in Folge auf dem zweiten Platz nur knapp hinter Tabellenführer Rothenburg.

Auch die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schmidt ist seit nunmehr drei Spielen ungeschlagen, vergessen der etwas holprige Start mit zwei Heimniederlagen am Stück. Die „Erschde“ scheint so langsam in Fahrt zu kommen, doch ausgerechnet jetzt könnte das Verletzungspech diesen Aufwärtstrend ernsthaft gefährden. Nach den beiden Nepf-Brüdern verletzte sich zu allem Überfluss im letzten Match gegen die HG Ansbach auch noch Rückraumspieler Lukas Franke, womit Schmidt in nächster Zeit auf drei Leistungsträger verzichten muss. Nun scheint es sich erstmals bezahlt zu machen, dass die Roßtaler von Anfang an mit einem breiten Mannschaftsgebilde in die Saison gingen. So müssen eben andere für die Verletzten in die Bresche springen. Bereits beim vergangenen Spiel in Ansbach standen mit Dominik Bühler und Marcel Cisse zwei A-Jugendliche im Kader. Gemeinsam will man den guten Lauf fortsetzen, um sich möglichst schnell vom Tabellenkeller absetzen zu können. Doch ist man gleichermaßen motiviert wie gewarnt. Denn ebenfalls einen richtig starken Lauf hat der kommende Gegner SG Regensburg. Die Domstädter stehen derzeit mit einem Spiel mehr als die direkten Verfolger auf dem zweiten Tabellenrang, was zu Beginn der Saison alles andere als absehbar schien. Bis vor kurzem hatte sich die Mannschaft von Kai-Uwe Pekrul nämlich scheinbar darauf beschränkt, ihre Punkte ausschließlich in eigener Halle zu sammeln. Mit zwei Auswärtssiegen in Folge setzte die Spielgemeinschaft diesem Trend jedoch eindrucksvoll ein Ende, was vor allem bei der heimstarken HSG Lauf/Heroldsberg imponiert. Obwohl man bereits in der vergangenen Saison in der Liga auf die Regensburger traf, muss sich die Schmidt-Sieben auf viele neue Gesichter einstellen. Die letztjährige SG/DJK – ein seit 1991 bestehender Regensburger Fusionsverein – hat sich dazu entschlossen, die Kräfte im ostbayerischen Raum abermals zu bündeln und mit dem erst zwei Jahre alten HC Ostbayern gemeinsame Sache zu machen. So entstand zum 1. März die „Spielgemeinschaft Regensburg“, und ähnlich wie in Ingolstadt hat man auch in der Oberpfalz durchaus ambitionierte Ziele. Bis in die Dritte Liga soll es mittelfristig gehen. Dazwischen steht bekanntlich noch die Bayernliga, doch ob es in diesem Jahr bereits mit dem Aufstieg klappt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls verspricht die Ausgeglichenheit der Liga einen richtig spannenden Kampf um die vorderen Plätze.

Die „Erschde“ wird am Wochenende jedenfalls alles abrufen müssen. Zudem setzt man auf lautstarke Unterstützung von der Tribüne. Der 8. Mann könnte am Samstag mitentscheidend sein gegen einen starken Gegner aus Regensburg mit aufsteigender Formkurve. Und da am Wochenende alle anderen Vollmannschaften pausieren, kann der Roßtaler Handballfan seine Stimmkraft voll und ganz der „Macht um halb acht“ widmen.

Manuel Erben

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