„Zwädde“ verliert nach dem Schlusspfiff noch einen Punkt

Wie berichtet ist der Kampf um die Aufstiegsplätze in der Bezirksliga Mittelfranken dieses Jahr an Spannung kaum zu überbieten. Fünf Mannschaften kämpfen um die begehrten drei Plätze, wobei vor diesem Spiel vier dieser Teams lediglich einen Punkt trennten. Den Mannen um (Spieler-)Trainer Jochen Pelz war also bewusst, jeder Verlustpunkt kann am Ende den Aufstiegsplatz kosten und somit ist die Devise für die letzten Spiele – nur ein Sieg ist gut genug, auch wenn, oder gerade wenn mit dem heutigem Gegner der Tabellenführer vom Altmühlsee, TV Gunzenhausen, seine Visitenkarte in der Roßtaler Mittelschulhalle abgeben würde.

Das Spiel startete äußerst Torarm, somit stand es nach einer viertel Stunde erst 4:5 für die Gäste. Dies hatte zwei Gründe. Auf der einen Seite stellten die Roßtaler eine äußerst stabile Abwehr auf die Platte, welche es den „Gunners“ äußerst schwer machte zu aussichtsreichen Torchancen zu kommen, auf der anderen Seite verzweifelten die Hausherren an dem starken Torhütergespann Tiefenthaler und Beck. Denn trotz etlicher hochkarätigen Chancen, sowohl aus dem Spielaufbau heraus, als auch im Tempogegenstoß, oder vom Strich – am Ende scheiterte man zu oft an den beiden überragenden Gunzenhausener Schlussmännern. Somit stand zur Halbzeit ein 8:7 auf der Anzeigetafel.

Auch in den zweiten 30 Minuten hatte man den Angriff der Gäste weitestgehend im Griff, lediglich in Unterzahl wussten sich die Altmühlstädter durchzusetzen. Daher vielen 50 Prozent der Gegentreffen, in den sechs Minuten, als der TVR in Unterzahl spielen musste. Die Fehler waren somit ausschließlich im Angriff zu suchen und hier viel der Hauptanteil erneut auf die Chancenverwertung. Denn an aussichtsreichen Wurfmöglichkeiten mangelte es auch im zweiten Durchgang nicht. Am Ende standen vier vergebene 7-Meter, mehr als fünf vergebene Gegenstöße und etliche freie Würfe aus dem Spiel heraus, welche nicht den Weg ins Tor fanden. Somit muss man sich am Ende an die eigene Nase fassen, dass man das Spiel bis zum Schlusspfiff nicht schon längst entschieden hatte. Der letzte Angriff der Hausherren führte somit, exemplarisch für dieses Spiel, nicht zum Torerfolg und man musste in den letzten 20 Sekunden den Eintorevorsprung über die Zeit retten. Doch so exemplarisch der letzte Angriff der Gastgeber war, so beispielhaft war auch die letzte Abwehraktion. Die „Gunners“ wollten unbedingt noch den Ausgleich, rannten sich aber mehrfach im Roßtaler Abwehrbollwerk fest, diese ließen bis zum Schlusspfiff keine Torchance mehr zu. Doch als sich der TVG schon über die Niederlage ärgerte und der TVR über die gewonnen zwei Punkte freute, entschieden die Unparteiischen nach etwas zögern, ohne ersichtlichen Grund, auf Strafwurf, welchen Albingier letztlich ganz abgebrüht verwandelte und somit das Tor zum 22:22-Endstand erzielte.

Nach diesem Unentschieden ist im Aufstiegskampf immer noch nichts entschieden, jedoch hat man es nun nicht mehr in der eigenen Hand und muss darauf hoffen, dass die Konkurrenten in den nächsten Spielen Federn lassen. Für die „Zwädde“ heißt es jetzt „nur nicht den Sand in den Kopf stecken“, wie Matthäus sagen würde, sondern weiter den Blick nach vorne richten. Die Chance vieles besser zu machen besteht am kommendes Wochenende, beim Doppelderby, wenn man in Heilsbronn gegen die zweite Mannschaft der SG Kernfranken antritt.

 

TVR: Wolff, Wolf (beide Tor, und ja, sie werden unterschiedlich geschrieben); Schatz, Cisse 3, Wiedemann 1, Meßthaler 3, Krach 3/1, Pelz 5/1, Haltrich 2, Lunau, Hofer 3, Olschewski, Bonakdar, Schmidt T. (2/2).

 

 

Köhler Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

captcha

Bitte geben Sie den Code ein!