Aufwärtstrend erkennbar

Dass die BOL für unsere „Zwädde“ keine leichte Aufgabe wird und es einzig und allein um den Klassenerhalt gehen wird war jedem klar. So verwundert es auch nicht, dass sich die Landesligareserve mit nur einem Sieg auf dem vorletzten Platz wiederfindet. Größtes Manko ist hierbei der Angriff, was sich auch in der Tabelle wiederspiegelt. Mit im Schnitt nur 21 Toren pro Spiel steht man in dieser Statistik zurecht auf dem letzten Platz. Das man in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn immer mit wechselnden Besetzung trainieren musste, da durchgehend Spieler aus privaten Gründen oder Verletzung bedingt nicht im Training waren, spiegelt sich in den oft unkoordinierten und oft überhasteten Angriff Aktionen wieder. Dennoch ist in den letzten Spielen ein gewisser Aufwärtstrend erkennbar.
So auch diesmal gegen Schwabach. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem meist die Gäste vorlegten und der TSV nachzog. Dabei zeigten auch unsere A-Jugendliche wieder, dass sie bereits ein wichtiger Bestandteil dieser BOL-Mannschaft sind. Mit Rößl, Krach und Grillenberger waren es unsere Youngstars, welche mit den fünf Toren in den letzten zehn Minuten dafür sorgten, dass man mit einem knappen 13:14 die Seiten wechselte.
Auch in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit hielten die Spieler aus der Marktgemeinde weiter mit, auch wenn zunehmend die bekannten Schwächen im Angriff zu Vorschein kamen. Etwas planlos ausgeführte Auftakthandlungen, unüberlegte Würfe und Unkonzentriertheiten führten zunehmend zu unnötigen Ballverlusten. Dank einem überragenden Wolff im TSV Gehäuse war das Spiel jedoch bis zum 18:18 noch völlig offen. Nach zwei Zweiminuten strafen und der daraus folgenden vier minütigen Unterzahl zeigte sich dann aber ein weiteres Defizit dieser jungen Mannschaft. Noch ist man abgeklärt genug, um in brenzligen Situationen die Nerven zu behalten und so beschäftigte man sich im Kopf wohl mit Nebensächlichkeiten. Im Angriff lief nun gar nichts mehr und auch im Abwehrverbund war man etwas zu langsam auf den Beinen, so dass die Männer aus der Goldschlägerstadt mit einem 5:0-Lauf für die Vorentscheidung sorgten. Die letzte viertel Stunde verwalteten die Gäste das Ergebnis und der TSV gab sich mehr oder weniger seinem Schicksal hin.

Auch wenn es diesmal erneut nichts Zählbares zu verzeichnen gab, kann man gerade im Angriff eine zunehmende Steigerung erkennen. Nach nun vier Spielen in Folge gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte empfängt die „Zwädde“ mit der SG Kernfranken am kommenden Sonntag den nächsten Gegner, bei man nicht unbedingt mit zwei Punkte einrechnen muss. Doch sollte man das Spiel nochmal nutzen, um sich im Angriff noch ein wenig mehr einzuspielen und diese Leistung auch über die gesamte Spielzeit abzurufen. Denn spätestens am ersten Advent muss gegen den Tuspo Nürnberg der zweite Sieg her, wenn man das Ziel Klassenerhalt erreichen will. Und wer weiß, vielleicht kann man sich bereits bis zu diesem Sonntag soweit steigern um im Derby bereits zu Punkten.

Für den TSV spielten: Wolff, Kurrer (beide Tor); Olschewski, Wende, Schmidt T. 3/1, Meyer, Schmidt M. 2, Heldauer 2, Herbst 2, Krach 2, Lunau 3, Grillenberger 1, Rößl 3, Bonakdar 3.

 

 

 

 

Köhler Thomas

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