Ein ganz besonderes Spiel steht morgen Abend in der Mittelschulhalle in Roßtal an. Das Derby gegen die HG Zirndorf wird aus vielerlei Hinsicht ein nicht ganz alltägliches BOL-Spiel werden. Abgesehen von der räumlichen Nähe haben viele Beteiligte sowohl eine Roßtaler als auch eine Zirndorfer Vergangenheit. Immer wieder zieht es Spieler von der Bibert an die Spitzweed, so etwa Florian Blaßneck, die Schmidt-Brüder, Tobias Hartmann oder im aktuellen Kader die beiden Nepfs am Kreis, die in der Jugend für Zindorf spielten. Schließlich bot der TVR über viele Jahre die Gelegenheit, einmal in der Landesliga zu spielen, womit man in Zirndorf in den vergangenen Jahren immer mal wieder knapp gescheitert ist. Doch auch den umgekehrten Weg hat es bereits gegeben, mit zum Beispiel Christian Reichenberger oder vor zwei Jahren Sören Hirschsteiner, der inzwischen aber wieder das rot-schwarze Trikot überstreift. Der vorerst letzte Wechsel in die Playmobil-Stadt erfolgte vor der Saison mit Niklas Gerbing, dem jedoch eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung machte. Und nicht zuletzt wäre da ja auch noch Roßtals neuer Trainer Andreas Dörr, für den die Partie ganz bestimmt eine mit besonderer Brisanz wird. Schließlich bestritt dieser die Vorbereitung sowie die ersten beiden Spiele noch mit dem morgigen Gegner. Zur Mannschaft hält der 37-jährige im Übrigen weiter guten Kontakt und auch sportlich dürfte Dörr die HG in- und auswendig kennen. Ob sich dies als Vorteil erweist, wird man sehen, wenn um 19:30 Uhr der Anpfiff zum Derby ertönt. Eines steht jedenfalls fest: die Zirndorfer schlagen sich mit ihrem achten Tabellenrang bislang deutlich unter Wert. Die 10:12 Punkte geben bei weitem nicht das wahre Leistungsvermögen wieder. Immer wieder hatte man Ausfälle zu kompensieren, die ein besseres Abschneiden verhinderten. Inzwischen dürften die Akkus wieder aufgeladen sein und eine absolut konkurrenzfähige Mannschaft am Samstag in Roßtal auflaufen. Einziges Manko: Die HG dürfte inzwischen so ein wenig aus dem Spielrhythmus gekommen sein. Die letzte Begegnung datiert bereits vor fünf Wochen, die vorletzte ganze acht. Beide konnten die Zirndorfer allerdings gewinnen, die jüngste gegen den Post SV sogar überraschend deutlich mit 34:27. Alles andere als einen Selbstläufer darf man also am Samstagabend erwarten, schließlich wird man in der Nachbarstadt auch besonders motiviert sein, den favorisierten Tabellenführer ein Bein zu stellen. In der Hinrunde war es der HGZ beim 29:30 tatsächlich fast gelungen, dem TVR zumindest einen Zähler abzuknöpfen. Mit Jonas Pfrengle verfügt die Mannschaft von Stefan Nepf, der inzwischen mit Rainer Könighaus und Robert Hufnagel die Mannschaft betreut, einen Torhüter, der an guten Tagen seine Gegenspieler schier zur Weißglut bringen kann. Darüber hinaus stehen mit Hannes Bachmann und Christian Keppeler zwei Spieler unter den Top Ten-Torschützen der Liga. Letzterer strahlt mit seiner Durchschlagskraft auf halbrechts zu jeder Zeit enorme Torgefahr aus, weshalb die Roßtaler Abwehr auf ihn wohl auch ein Hauptaugenmerk werfen wird. Es ist also alles angerichtet für einen echten Kracher in der Mittelschulhalle. Anpfiff ist wie immer um halb acht.

Heimspielmarathon

Und auch sonst ist an diesem Wochenende einiges geboten in Roßtal. Bereits um 14 Uhr empfangen de Männer IV die SpV Mögeldorf II zum absoluten Spitzenspiel, bei dem es um die Tabellenführung in der Bezirksklasse II geht. Um 17:30 Uhr wird die Roßtaler Reserve gegen Mögeldorf I versuchen, ebendiese in der Bezirksliga zu verteidigen. Dazwischen steht mit der Landesliga-Partie der männlichen C-Jugend ebenfalls ein Spitzenspiel auf dem Programm, wenn der Klassenprimus aus Roßtal mit der JSG Fürther Land den direkten Verfolger empfängt. Ein pickepackevoller Samstag also – suchen Sie sich ihre Highlights heraus.

Am Sonntag um 15 Uhr wird die Roßtaler A-Jugend versuchen, in ihrem Spiel gegen den HSV Hochfranken die Rote Laterne abzugeben. Um 17 Uhr geht es für die Roßtaler Damen gegen die Bayernliga-Reserve aus Zirndorf um zwei wichtige Punkte, um den Abstand zu den Abstiegsrängen weiter einigermaßen komfortabel zu halten.

Bericht: Manuel Erben

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