Wenn am Samstagabend gegen 21 Uhr die Schlusssirene in der Mittelschulhalle ertönt, will die Mannschaft von Trainer Andi Dörr die Sektkorken knallen lassen. Das Tor zur Landesliga ist sperrangelweit offen. Mit einem Bein ist die „Erschde“ bereits durch, lediglich das zweite müssen die Mannen um Schuh, Franke und Co. noch nachziehen, um die Meisterschaft in der BOL Mittelfranken unter Dach und Fach zu bringen. Ein Pünktchen aus den verbleibenden sechs Partien ist vonnöten, um nach nur einem Jahr den direkten Wiederaufstieg zu bewältigen. Verhindern kann die vorzeitige Party einzig und allein der TV Bad Windsheim. Und dieser wird alles daran setzen, den Roßtalern die Feier zu verbocken. Dass die Mannschaft von Uwe de Angelis dazu in der Lage ist, haben die Windsheimer im Hinspiel eindrucksvoll bewiesen. Beim 24:28 hielten die Westmittelfranken erstaunlich lange dagegen und hätten mit etwas mehr Fortune das erste Team sein können, das dem Spitzenreiter einen Zähler abtrotzt. Der TV Bad Windsheim spielt das zweite Jahr in Folge in der BOL, zuvor war man mit beachtlichen 43:1 Punkten aus der Bezirksliga aufgestiegen. Was am Wochenende jedoch klar gegen eine Überraschung spricht, ist die andauernde Auswärtsschwäche der Kurstädter. Seit dem 18. November konnten diese nicht mehr in fremder Halle gewinnen. Das damalige 30:28 bei der HG Zirndorf bedeutete allerdings den bereits vierten Auswärtserfolg bis dato, was eine äußerst starke Bilanz darstellte. Warum es seitdem in der Ferne hapert, ist wenig nachvollziehbar. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass die Windsheimer nicht urplötzlich am Samstag zu alter Auswärtsstärke zurückfinden. Gewiss geht man nach einem deutlichen 29:17-Heimerfolg zuletzt gegen den Tuspo aus Nürnberg mit ordentlich Rückenwind in die anstehende Partie, und zu verlieren haben die Gäste sowieso nicht viel. Fest steht auch, dass die „Erschde“ auf einen kämpferischen Gast treffen wird, der sich sicherlich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten wird. Immerhin befindet sich der TV Bad Windsheim weiterhin in akuter Abstiegsgefahr und muss um jeden Zähler fighten.

Die Altenberg-Festspiele

Alle anderen Vollmannschaften, die am Wochenende im Einsatz sind, bekommen es allesamt mit dem TSV Altenberg zu tun. Angefangen mit der Reserve der Männer, die im Vorspiel um 17:30 Uhr versuchen muss, die Scharte vom vergangenen Wochenende auszuwetzen und weiter dranzubleiben im Kampf um den Aufstieg. Am Sonntag um 17 Uhr empfangen dann die Roßtaler Damen das Team aus Oberasbach. Mit Platz 6 in der Tabelle dürfen die Roßtalerinnen so entspannt wie lange nicht in den vergangenen Jahren auf die verbleibenden Aufgaben blicken. Sowieso immer entspannt sind unsere Oldies vom TV Roßtal III, die es um 19 Uhr mit der Altenberger Reserve zu tun bekommen.

Bericht: Manuel Erben

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