Am Samstag lädt die „Macht um halb Acht“ zum letzten Saisonspiel des Jahres in die Roßtaler Mittelschulehalle. Nachdem zuletzt mit Münchberg, Lauf/Heroldsberg, Cham und Ingolstadt etablierte Landesligamannschaften aus der oberen Tabellenhälfte ihre Visitenkarte in der Marktgemeinde abgegeben haben, empfängt man mit dem TSV Mainburg einen vermeintlich leichteren Gegner. Tatsächlich geht unsere „Erschde“ gegen die Niederbayern diese Saison das erste Mal als Favorit in eine Partie, denn die Gäste stecken mit 7:15 Punkten und Platz 11 in der Tabelle mitten im Abstiegskampf. Doch sollte man sich von der aktuellen Tabelle nicht blenden lassen.

Die Gäste schafften 2016/17 den Aufstieg in die Landesliga Süd und hielten dort in der Folgesaison den Klasse. Nachdem allerdings in der BOL Unterfranken sowohl der Meister TSV Rödelsee, als auch der Vizemeister SV Michelfeld auf den Aufstieg verzichteten, mussten die Landesligastaffeln umgeschlichtet werden und die Männer aus der Hallertau rutschten in ihrer zweiten Landesligasaison in die führ sie undankbare Nordgruppe. Mit drei Auswärtsfahrten in den ersten vier Spielen wurde dem Staffelneuling auch gleich mal vor Augen geführt, was eine Auswärtspartie in dieser Spielzeit bedeutet. Gegen Heidingsfeld, Cham und Fichtelgebirge legten die Mainburger in den ersten drei Wochen nach Saisonbeginn insgesamt über 1000km bei Gastspielen zurück. Ob diese Umstände ein Grund für den schlechten Start waren ist jedoch an dieser Stelle nebensächlich.
Fakt ist, dass sich die Männer um Trainer Hadzidulbic im zweiten Heimspiel gegen den HSV Hochfranken das erste Mal in der neuen Staffel beweisen konnten und der 29:24-Sieg wie ein Weckruf zu wirken scheint. Gegen Teams wie Münchberg und Lauf/Heroldsberg verlor man Auswärts nur äußerst knapp und punktete zu Hause gegen Helmbrechts und Erlangen-Bruck. Zuletzt setzten die Hopfenstädter gegen die SG Auerbach/Pegnitz das nächste Ausrufezeichen, als die Spielgemeinschaft mit 31:22 nach Hause geschickt wurde. Es wirkt so, als wären die Gäste nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile in der Nordgruppe angekommen und man kann davon ausgehen, dass sie den Rückenwind mitnehmen wollen, um nun auch die ersten Punkte in fremder Halle zu ergattern.

Die Männer um Andreas Dörr werden verständlicherweise alles daransetzen, etwaige Hoffnungen der Gäste im Keim zu ersticken. Spannend wird sein, wie die Männer von Andreas Dörr mit der, wenn auch nur auf dem Papier, ungewohnten Favoritenrolle umgehen werden. Und auch ob die deutliche Niederlage am vergangenen Samstag beim Meisterschaftsfavoriten Heidingsfeld irgendwelche Spuren hinterlassen hat. Ganz frei Aufspielen wie zuletzt kann man nicht mehr, immerhin will man kurz vor den Weihnachtsfeiertagen die komfortable Tabellensituation im gesicherten Mittelfeld verteidigen. Denn mit einem Sieg würde man den Anschluss an die Spitzengruppe halten, mit einer Niederlage würden die Gäste aus Mainburg, welche zurzeit den ersten Abstiegsplatz innehaben, auf zwei Zähler an die Roßtaler herankommen.

Man darf sich also erneut auf ein äußerst spannendes Spiel freuen, indem beide Teams viel zu gewinnen, aber auch einiges zu verlieren haben.

 

 

KT

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