Es scheint so, als wären die Männer um Andreas Dörr endlich in der Landesliga angekommen. Die roßtaler Fangemeinde denkt nur ungern an den verpatzen Saisonstart, als man gegen die HSG Fichtelgebirge (24:28) im zweiten Durchgang das Tore werfen eingestellt hat und so die Halbzeitführung aus der Hand gab. Nachdem dann im ersten Auswärtsspiel gegen Hochfranken (25:27) auch noch eine der schlechtesten Leistungen der letzten Jahre abgeliefert wurde, kam bei dem einen oder anderen bereits die ersten Zweifel, ob man in dieser Liga überhaupt bestehen kann. Umso mehr überraschte die „Erschde“ als sie einen völlig überforderten HC Sulzbach-Rosenberg mit 33:16 nach Hause schickte und vier Tage darauf beim heimstarken TV Helmbrechts (26:22) mit einem weiteren Sieg das Punktekonto wieder ausglich. Mit neuem Selbstvertrauen will man nun am Samstag um halb acht diesen Aufwärtstrend bestätigen.
Als Gast empfängt man – und das verspricht bereits Spannung pur – den punktgleichen Tabellennachbarn aus Münchberg in der Mittelschulhalle. Die Oberfranken starteten ebenfalls mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die neue Saison, dies allerding bei einem deutlich schwereren Spielplan. Mit dem ASV Cham (22:28) und der HSG Lauf/Heroldsberg (28:33), mussten sich die Männer um Trainer Stefan Roßner bereits gegen zwei Aufstiegsaspiranten beweisen und zogen sich achtsam aus der Affäre. Gegen die starke Drittligareserve des TV Erlangen-Bruck (24:23) gewannen die Grün-Weißen knapp und zerlegten zuletzt die bis dato ungeschlagene SG Auerbach/Pegnitz daheim mit 27:17.
An und für sich stellen die Münchberger um den überragenden Spielmacher Jan Lad, eine sehr ausgeglichene Landesligatruppe, die auf allen Positionen stark aufgestellt ist. Somit verwundert es auch nicht, dass die Oberfranken in der Vergangenheit selten etwas mit dem Abstieg zu tun hatte.
Während die Roßtaler in den letzten zehn Jahren drei Mal Auf- und wieder abstiegen, haben sich die Gäste in der Liga etabliert und standen vor wenigen Jahren sogar kurz vor dem Aufstieg in die Bayernliga. Dementsprechend zogen die Spieler aus der Marktgemeinde bei den letzten Begegnungen gegen die Oberfranken auch meist den Kürzen – ein Pünktchen aus den letzten sieben Duellen ist die magere Bilanz.
Will man diese Negativserie brechen muss trotz Leistungssteigerung in den letzten zwei Spielen nochmals eine Schippe draufgelegt werden. Doch mit der Unterstützung von den Rängen ist auch gegen Münchberg ein Sieg möglich und würde dem TSV erstmal einen Puffer zu den Abstiegsplätzen verschaffen.
Da unsere männliche A1 in Haunstetten um den Anschluss der Bayernligaspitze kämpft, bestreitet diesmal unsere männliche A2 um 17:30 Uhr das Vorspiel der „Erschdn“. Nach einer knappen Niederlage im ersten Spiel, will unsere junge Truppe, die hauptsächlich aus B-Jugendspielern besteht, gegen den TV Büchenbach die ersten Zähler holen.
Um 16 Uhr wird die Bayernligapartie der männlichen C-Jugend gegen den TSV Friedberg angepfiffen. Nachdem unsere Jungs in den ersten drei Partien nur die erste Halbzeit mithalten konnten, brachte man letzte Woche über die gesamte Spielzeit das eigene Potenzial auf den Platz und holte mit einem knappen 22:21 die ersten Punkte. Dies will man gegen den TSV Friedberg natürlich wiederholen.
Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen – TSV Roßtal gegen TSV Wendelstein.
Um 14 Uhr tritt unsere vierte Männermannschaft gegen den TSV Wendelstein II an. Im Anschluss um 16 Uhr kämpfen dann die Damen um die Punkte, ehe es um 18 Uhr zum Duell der „Zwäddn“ gegen die erste Männermannschaft des TSV Wendelstein geht. Gerade die Damen und die „Zwädde“ sind auf Wiedergutmachung aus, nachdem man vergangenes Wochenende bei der HG Zirndorf ordentlich unter die Räder gekommen ist.

Es ist also wieder einiges geboten in roßtaler Mittelschulhalle.

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