Die Diskussionen um die verkorkste Handball-EM der deutschen Nationalmannschaft sind noch nicht abgeebbt, da zieht auch schon das Spitzenspiel der BOL-Mittelfranken die hiesige Handball-Szene in seinen Bann. Wenn am Samstag um 19:30 Uhr der verlustpunkfreie Tabellenführer TV Roßtal seinen bisher ärgsten Verfolger, die SG Schwabach/Roth empfängt, könnte eine frühe Vorentscheidung in Sachen Aufstieg fallen. Gelingt es der „Erschdn“ dieses Schlagerspiel für sich zu entscheiden, würden wohl auch die allergrößten Pessimisten bei dann mindestens neun Zählern Vorsprung verstummen. Da bräuchte es dann schon fünf Niederlagen aus den verbleibenden sieben Partien, wofür dem Schreiber dieser Zeilen dann doch irgendwie die Fantasie fehlt. Aber Obacht! Zum ersten Mal in dieser Saison geht der Klassenprimus nicht unbedingt als klarer Favorit in die anstehende Begegnung. Die Formkurve jedenfalls spricht wohl eher für die Schwabacher, die ihre beiden Spiele im neuen Kalenderjahr souverän gewinnen konnten. Zum Vergleich: Während sich Roßtal am 13. Januar zuhause zu einem 32:25 über den ESV Flügelrad mühte, zeigte die Spielgemeinschaft aus der Goldschlägerstadt eine Woche darauf mit ihrem 33:22-Kantersieg beim ESV, wie es richtig geht. Es wäre für Schwabach wohl die allerletzte Chance, doch noch irgendwie in das Meisterschaftsrennen einzugreifen, will man nicht seinen Titel als SG Vize-Schwabach/Roth verteidigen. In den beiden vergangenen Spielzeiten nämlich landete man jeweils auf dem 2. Tabellenrang und sehnt sich so langsam nach einem Aufstieg in die Landesliga. Ein Grund, weshalb das Team von Christopher Zintl so gut in das Jahr 2018 gestartet ist, dürfte die Tatsache sein, dass Torjäger Sebastian Zschunke wieder einsatzfähig ist. Im Hinspiel fehlte der wurfgewaltige Linkshänder noch, doch seine inzwischen 54 Buden in lediglich sechs Partien sprechen für sich. Das macht einen stattlichen Schnitt von 9,00 Toren pro Spiel, womit klar ist, auf wen die Roßtaler Abwehr ein Hauptaugenmerk zu werfen hat. Zuletzt fehlte mit Sebastian Schuh auch der Rückraum-Rechte in Reihen des TV Roßtal verletzungsbedingt. Doch Trainer Andreas Dörr hofft auf einen vollständigen Kader für das Topspiel am Samstagabend. Wenn dann die mit Abstand besten Angriffsreihen der Liga aufeinandertreffen, ist für ein Spektakel gesorgt. Das Hinspiel endete übrigens 47:34!

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Auch die Roßtaler Reserve sowie die Reserve-Reserve-Reserve bekommen es am Wochenende mit der SG Schwabach/Roth zu tun. Im Vorspiel der „Erschdn“ empfängt am Samstag um 17:30 Uhr die 2. Männermannschaft die SG Schwabach/Roth II. Die Tabellensituation in der Bezirksliga hat sich zu einem absoluten Hitchcock entwickelt. Lediglich ein Minuspunkt trennt beide Teams. Ein Platz unter den ersten 3 ist somit für beide noch möglich. Eine Niederlage wäre für den TVR ein herber Rückschlag. Die Roßtaler Vierte empfängt dann am Sonntag die 3. Mannschaft aus Schwabach/Roth. Hier lautet die Devise: Tabellenplatz 1 festigen!

Zeigt der Trend der Roßtaler Damen weiter nach oben? Mit ihrem dritten Sieg in Folge könnten die Roßtalerinnen einen weiteren Schritt in Richtung sicheres Mittelfeld machen. Los geht es gegen den Tabellenvorletzten SG Altenfurt/Feucht am Sonntag um 17 Uhr.

Lediglich die Reserve-Reserve bleibt am Wochenende spielfrei.

Bericht: Manuel Erben

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