Nachdem man in der Vorwoche in der Bayernliga knapp scheiterte und somit die vorzeitige Landesligaqualifikation verpasste, musste man diesen Sonntag nochmal alles auf eine Karte setzten. Die Marschrute war klar – lediglich Platz eins oder zwei war gut genug, ansonsten muss für die kommende Saison mit der ÜBOL geplant werden. Fehler in der verkürzten Spielzeit von nur 2×12 Minuten durfte man sich nur wenige erlauben.

In der ersten Partie traf der TSV im „Frankenderby“ auf die SpVgg Diepersdorf. Nach einem schnellen 1:1 in der ersten Spielminute kamen die beiden Offensivreihen ebenso schnell wieder ins Stocken, wie sie gestartet sind. Die TSV-Abwehr setzte die Gäste aus dem Nürnberger Land früh unter Druck und zwang diese so zu vielen Fehlern. Doch auch die Roßtaler wussten ihre Chancen aus gewonnen Bällen wenig zu nutzen. Sowohl in erster und zweiter Welle als auch im Positionsangriff fehlte es an der endsprechenden Konsequenz. Somit stand zur Halbzeit lediglich ein 5:4 auf der Anzeigetafel. In der zweiten Halbzeit sollten die Jungs vor allem im Angriff mehr Mut in den Aktionen zeigen, was sie auch eindrucksvoll umsetzten. Deutlich entschlossener ging man nun in die Offensive und setzte sich bis zum Schlusspfiff kontinuierlich bis auf 14.8 ab.
Für den TSVR: Schramm, Rok (beide Tor); Baier, Zapf, Leffer, Gömmel 2, Ortner, Weinländer 1, Loos 5/1, Matschl R., Matschl T. 4, Lautner 1, Stern 1, Drummer.

Die zweite Partie gegen den TSV Wertingen war vom Spielverlauf ähnlich dem des ersten Spiels. Aus einer akzeptablen Abwehr heraus, fehlte es primär im Angriff an der entsprechenden Einsatzbereitschaft. Nach einem 1:4 Rückstand in der achten Minute, drehte man das Spiel bis zur Halbzeit noch auf 5:4. In Halbzeit zwei lief dann wieder vieles besser. Ballgewinne in der Abwehr münzte man in einfache Tore um und auch im Positionsangriff erspielte man sich gute Chancen. Bis zum Schlusspfiff baute man die Führung letztlich auf 13:7 aus.
Für den TSVR: Schramm, Rok (beide Tor); Baier 1, Zapf 1, Leffer 1, Ortner 3, Weinländer, Loos 1, Matschl T. 3, Lautner 3, Ohr, Högner, Stern, Drummer.

In der dritten Partie gegen den ETSV Landshut konnte man mit einem Sieg den Sack bereits zumachen. Zielvorgabe war es diesmal vom Start weg das vorhandene Potential umzusetzen, doch der Spielverlauf verlangte beiden Teams ab, sich auf viele Widrigkeiten neu einzustellen.
Der Beginn gehörte erneut den Gästen aus Niederbayern, welche sich beim 2:4 ein wenig absetzten. Die Offensive des TSV strahlte nicht die nötige Torgefahr aus, da niemand die Verantwortung für die eigene Aktion übernahm. In der Defensive fehlte die nötige Laufbereitschaft, was zu schnellen gelben Karten führte. Spätestens nach fünf Minuten bot sich den Zuschauern eine immer zerfahrenere Partie. Bereits in der siebten Minute kassierte der TSV eine direkte rote Karte. Vielleicht etwas hart, aber letztlich vertretbar. Doch die Unterzahl brachte, anders als in der letzten Qualirunde, keinen Bruch ins Roßtaler Spiel. Im Gegenteil. Man verkürzte erst auf 3:4 und parierte im folgenden Gegenangriff erneut den Ball. Der mit einem langen Pass von Rok auf Timo Matschl eingeleitete Gegenstoß wurde vom herauseilenden Gästetorhüter jedoch abrupt gestoppt. Bei dem verursachten Zusammenprall verletzte sich der Roßtaler C-Jugendliche schwer am Fußgelenk. Keine 40 Sekunden nach der roten Karte der zweite Ausfall für den Gastgeber, doch auch die Gäste sahen auf Grund dieser Aktion die blaue Karte und hatten nun einen Platz auf der Bank frei. Der folgende 7m wurde vom TSV zum Ausgleich verwandelt, ehe im Gegenangriff ein freier Wurf des ETSV im Gesicht des Torhüters landete, sich ein Mitspieler zu einem unnötigen Kommentar hinreißen ließ und sich der Gastgeber erneut dezimierte. Wenig später wurde ein Foul von Roßtal nicht geahndet, weshalb sich der Gästetrainer durchaus zurecht aufregte, sich dann allerdings nach Gelb und zwei Minuten auch die rote Karte in einem Zug abholte. Letztlich ging es mit 7:5 in die Halbzeit. Die Ansage für die Halbzeit war verständlicherweise eine andere. Gemüter runterfahren und sich wieder auf das eigene Spiel konzentrieren. Glücklicherweise gelang dies beiden Teams, dennoch war auch die zweite Halbzeit geprägt von Zeitstrafen. So spielte der TSV in den ersten zehn Minuten sechs davon in Unterzahl, verteidigte jedoch stehts die knappe Führung. In der letzten Minute traf es dann zwei Mal die Landshuter und die Spieler aus der Marktgemeinde bauten die knappe Führung in Überzahl in der letzten Minute auf 16:12 aus.
Eine blaue, drei rote Karten, davon eine direkte und acht Zeitstrafen in nur 24 Minuten waren die Bilanz einer turbulenten Partie. Zwar sicherte man sich mit diesem Sieg den Platz in der Landesliga, jedoch wurde dieser Erfolg von der schweren Verletzung von Matschl überschattet.
Für den TSVR: Schramm, Rok (beider Tor); Zapf 2, Leffer 3, Gömmel, Ortner 1, Loos 4/1, Matschl R., Matschl T., Lautner 2, Ohr, Högner 2, Stern 2, Drummer.

Vor dem letzten Spiel gegen eine äußerst junge Truppe der HSG München West, war man somit schon für die Landesliga qualifiziert. Auch wenn die Luft nun etwas raus war, wollte man sich natürlich als ungeschlagener Tabellenerster mit gutem Gefühl aus der Quali verabschieden. Doch die Jungspunde aus der Landeshauptstadt machten es den Gastgeber nicht einfach. Durch ein konfuses Offensivspiel verlor die Abwehr der Hausherren oft die Zuordnung und so kassierte der TSV bereits in der ersten Halbzeit mehr Gegentore wie in den ersten beiden Partien über die gesamte Spielzeit. Mit dem 7:9 ging der TSV erstmals in diesem Turnier mit einem Rückstand in die Pause. Und auch in den zweiten zwölf Minuten behauptete die HSG bis kurz vor Schluss die Führung. Erst knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff glich Loos beim 13:13 erstmals wieder für die Roßtaler aus, ehe Lautner mit einem Doppelpack zum 15:13 den vierten Sieg im vierten Spiel rettete.
Für den TSVR: Schramm, Rok (beider Tor); Zapf, Leffer 3, Gömmel 1/1, Ortner 1, Weinländer, Loos 4, Matschl R. 2, Lautner 2, Ohr 1, Högner, Stern 1, Drummer.

Somit hat die neuformierte B-Jugend ihr erstes Ziel erreicht und darf für die kommende Saison mit der Landesliga planen. Die Qualis haben gezeigt, dass man dort auch hingehört und in der Liga durchaus eine gute Rolle spielen kann. Besonders freut man sich, dass man sich mit dem ESV Flügelrad, der JSG Fürther Land und letztlich auch der SpVgg Diepersdorf (welche sich als Zweitplatzierter ebenfalls qualifiziert hat), auf einige tolle Derbys freuen kann.

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