Die Nachricht des Klassenerhalts erreichte die Roßtaler Handballer am vergangenen Samstagabend. Die SG Auerbach/Pegnitz hatte kurz zuvor gegen Heidingsfeld verloren, somit können sowohl die Oberpfälzer als auch die Reserve des TV Erlangen-Bruck nur noch mit der „Erschden“ punktemäßig gleichziehen. Der direkte Vergleich ist jedoch gegen beide Teams positiv, sodass in Roßtal eine weitere Saison Landesliga-Handball gespielt wird.

MTV Ingolstadt : TSV Roßtal 37:27 (19:17)

Diese Tatsache trug gewiss ihren Teil dazu bei, dass beim Team von Andy Dörr etwas Druck abfiel. Dies kann sich keine Mannschaft erlauben, dafür ist diese Landesliga zu ausgeglichen. Die dünne Personaldecke darf auch keine eine Ausrede sein, da nahezu der identische Kader eine Woche zuvor in Cham gewonnen hatte. Jedenfalls zeigte der TSV neben den beiden Auswärtsniederlagen in Hochfranken und Kunstadt seine wohl drittschlechteste Saisonleistung und verloren völlig verdient in Ingolstadt.
Die Anfangsphase verschliefen die Roßtaler erneut völlig und sahen sich schnell einem Rückstand hinterherlaufen. Die Abwehr stand zu löchrig und auch in der Offensive fehlte die Kreativität, die massive Ingolstädter Defensive auseinander zu spielen. Nach dem 9:3 nahm Andy Dörr seine erste Auszeit, zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht einmal neun Minuten gespielt. Diese Maßnahme fruchtete zunächst nur teilweise, da der Vorsprung zwar nicht mehr vergrößert, jedoch auch nicht verkleinert wurde. Als die Gastgeber nach 18 Minuten dann doch noch erhöhten und auf 15:7 davonzogen, musste man auf der Roßtaler Bank mit dem Schlimmsten rechnen. Doch jetzt wachte das Team endlich auf, die Abwehr plus Torwart standen nun aufmerksamer und im Angriff wurde bis zum freistehenden Mann durchgespielt. So kämpften sich die Gäste wieder heran (15:9, 15:11, 17:14). In die Pause ging es dann mit einem Rückstand von nur zwei Treffern, der TSV war also wieder in Schlagdistanz.
Doch auch der zweite Durchgang startete ähnlich wie der erste und schnell war klar, dass hier keine Punkte mitgenommen werden. Die Ingolstädter ließen sich in ihrer Spielweise nicht beirren und nutzten ihre Erfahrung aus, die sie vor allem in diversen tschechischen Ligen gesammelt hatten. Vor allem Matei Serban bekam die TSV-Defensive nicht in den Griff. Über die gesamte Spieldauer setzten die MTV-Rückraumspieler immer wieder ihren wuchtigen Kreisläufer in Szene, der einfache Tore erzielte oder den Ball clever weiterspielte. Bei der „Erschden“ war allerdings einfach der Wurm drin. Ohne den rechten Zug zum Tor und eine unnötig hohe Fehler- und Fehlwurfquote musste man ein Stück weit Lehrgeld zahlen. Beim 35:25 betrug der Rückstand das erste Mal zehn Tore, dies hatte auch bis zum Abpfiff Bestand.

Kader:
Tor: Gerbing (31. – 60.), Wolf (1. – 30.)
Feld: Franke (4/2), Schmidt (4), Ehrmann (7/2), Schatz, Bonakdar (1), Meßthaler (5), Haltrich (1), C. Nepf (3), Rößl, N. Nepf (2), Gruber

Bericht: Micha Wolf
Foto: Matthias Wild

 

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